Engagement & Führung – alles beim Alten?

Untersuchungen zum Thema  Mitarbeiterengagement belegen eindrücklich den Zusammenhang zwischen Leistungsbereitschaft und Unternehmenserfolg. Laut Gallup Engagement Index 2012 verfügen ganze 23% aller ArbeitnehmerInnen in Deutschland und Österreich über eine emotional hohe Bindung zu ihrem Arbeitgeber, der Rest gilt als wenig bis kaum engagiert, macht Dienst nach Vorschrift oder hat innerlich gekündigt. Wenig engagierte MitarbeiterInnen zeigen schwache Eigeninitiative, geringes Verantwortungsbewusstsein und bleiben auch punkto Produktivität hinter ihren Möglichkeiten zurück.

© ra2 studio - Fotolia.com

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Fragt man nach den Ursachen für diese Misere, stehen die Führungskräfte in der Schusslinie

Laut der Unternehmensberatung Hay Group demotiviere jede zweite Führungskraft ihre Mitarbeiter. Anstatt zu ermutigen und zu inspirieren und dem menschlichen Bedürfnis nach „Sinn und Identifikation mit einem größeren Ganzen, Selbstwirksamkeit und Autonomie“ – so Neurowissenschafter Gerald Hüther – zu entsprechen, werde auf fragwürdige Motivierungsstrategien („Belohnung und Bestrafung“) sowie materielle Anreizsysteme gesetzt. Kontrolle, wenig Freiraum, mangelnde Wertschätzung und schlechte Kommunikation mindern die Arbeitslust der Mitarbeiter. Wird der Job nur noch wegen des Geldes getan, sinkt die Arbeitsleistung.

Führung: Eine „unmögliche“ Aufgabe?!

Als ergebnisverantwortlicher Manager und Stratege stets alle Zahlen, Daten und Fakten im Kopf, den Blick visionär in die unsichere Zukunft gerichtet, fachlich die Nase vorn, soll die Führungskraft alles unter Kontrolle haben. Als integre Persönlichkeit soll sie wertschätzend kommunizieren, den MitarbeiterInnen Vorbild sein, als Coach deren Talente entwickeln, aber auch angemessen fordern. Während Kapazitäten schrumpfen und Vorgaben immer häufiger wechseln, soll sie zu immer höherer Leistung anspornen und dabei auch noch dem Wunsch nach Partizipation entsprechen?!

Taten statt Worte

Es scheint, als hätten wir uns so wie in der allgegenwärtigen Diskussion über notwendige Bildungsreformen schon viel zu lange mit dem Status Quo abgefunden: mit unzulänglichen und längst überholten Konzepten darüber, wie Menschen zur Leistung „verführt“ werden können.

Was Mitarbeiter und Führungskräfte aller Ebenen brauchen, um ihre 100 Prozent beizutragen, bringt der BlessingWhite Report auf eine einfache Formel: Klarheit, Verantwortungsübernahme und Taten statt Worte.

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